Ein Demokrat kann nur sein, wer sich seiner Grundrechte bewußt und bereit ist, für diese einzustehen. Wer dies versäumt, kann in einem als demokratisch bezeichneten Staat leben, nimmt aber nicht teil an einer demokratischen Gesellschaft, weil Demokratie kein von oben verfügbarer Zustand ist, sondern stets von unten aus hergestellt und mit Leben gefüllt werden muß – falls in einer gesunden Gesellschaft die Zuschreibungen oben und unten überhaupt zutreffend sein können.
„Bestechung willkommen”: Siegfried Kauder (CDU) will das Uno-Abkommen gegen Abgeordnetenbestechung blockieren.
Abgeordnetenbestechung wird von anständigen Menschen nicht geduldet. Jetzt Petition gegen #Abgeordnetenbestechung @Avaaz unterzeichnen.
Im August 2012 haben sich über 30 deutsche Konzernchefs an die Bundesregierung gewandt und die Umsetzung der UN-Konvention gefordert. Doch die Bundesregierung zögert und zaudert. Dies ist ein untragbarer Vorgang in unserem angeblich demokratischen Staat. Weil sich einige Abgeordnete weiterhin von Lobbyisten die Taschen füllen lassen wollen, wird die Inkraftsetzung des Uno-Abkommens verzögert und soll offenbar verhindert werden.
Deutschland isoliert sich mit dieser Korruptionspolitik international. Wo bleibt das überfällige Machtwort der Bundeskanzlerin? Es wird wohl keines geben, weil sie sich damit in der Union und der FDP keine Freunde machen würde.
Um so mehr gilt es: Jetzt Petition gegen #Abgeordnetenbestechung @Avaaz unterzeichnen.
Wahlskandal lange vor der Wahl: UNION und FDP wollen beim Datum tricksen
UNION und FDP haben zu Recht Angst. Schon lange vor der Wahl wird zu tricksen versucht.
Abgeordnetenbestechung darf in Deutschland nicht straffrei bleiben: jetzt Petition unterschreiben
Ein Phoenix-Bericht, der den Lobbyismus aufdeckt, besonders im Zusammenhang mit der Frankfurter Flughafenerweiterung.
Über Rechtsverstöße der Fraport erfährt man hier viel.
„Unabhängige Kontrolle wird ausgehebelt zugunsten einer privaten Firma.”
Peter Altmaier (CDU) lügt im Bundestag vor laufenden Kameras.
Für seine Tätigkeiten rühmt sich im Film Wolf Dieter Zumfort (FDP).
Er arbeitet als Lobbyist der TUI und ist gleichzeitig Stellvertretender Vorsitzender einer Stiftung.
Wolf Dieter Zumfort erklärt z.B. in dem Film, wie man Sekretärinnen mit Pralinen gefügig macht. “Seriös, aber auch liebevoll” mache er das, sagt Wolf Dieter Zumfort. Welches Wertesystem diesen Mann prägt, zeigt seine Sprache auch sonst. Hierarchiefrei müsse er mit allen reden können. “Vom obersten Würdenträger über den Kofferträger bis zum Wasserträger.”
Rainer Baake, ehem. Staatssekretär im Bundesumweltministerium, äußert sich ab ca. Min. 14:00 zu den skandalösen Umständen, unter denen das heute aktuelle Fluglärmgesetz unter massiver Fraport-Lobby-Einflußnahme verabredet wurde. Der an den Besprechungen der Beamten beteiligte Vertreter des Bundesverkehrsministeriums wurde von der Luftfahrtindustrie bezahlt. Nach den erfolgreichen Verhandlungen arbeitete er für die Fraport.
Es geht in dem Film außerdem um die nächste geplante Startbahn und die pikante Tatsache, daß der Lärmschutzbeauftragte des Landes Hessen von der Fraport bezahlt wird.
Willkommen im Reich der Zufälle, willkommen im rechtsfreien Raum.
Willkommen aber auch an der Schwelle zu einer neuen Kultur.
Das Bestechen von Poltikern muß aufhören.
Dies fordern auch deutsche Topmanager.
Deutschland verfehlt die Standards bei der Korruptionsbekämpfung der Vereinten Nationen.
Hier können Sie gegen die Straffreiheit der Bestechung von Abgeordneten stimmen.
Schwarz-gelb ist die Angst
Oberflächlich betrachtet sieht es nach einem Steuergesetzentwurf aus. Sieht man jedoch genau hin, erkennt man den Rechtsbruch. Und man sieht, wie durchschaubar die heutige Propaganda ist. In der DDR gab es viele Verbrechen und großes Leid, doch dort war die staatliche Unterdrückung wenigstens offiziell bekannt. Man wußte, mit wem man es zu tun hatte. Da gab es die tödliche Landesgrenze, und jeder wußte von ihr. Da gab es die Stasi, und jeder wußte, daß er sich vor ihr zu hüten hatte. Es gab das große Feindbild, den Kapitalismus. Heute gibt es kein offizielles Feindbild mehr.
Das Feindbild der heutigen Machtelite ist das Volk selbst: jene informierten Bevölkerungsschichten, die nicht alles hinnehmen, was von Berlin aus im Auftrag von Konzernen entschieden wird. Unangenehm für die Regierung ist es, daß die informierten Bevölkerungsschichten nicht weniger gebildet sind als die Protagonisten in den Machtzentralen selbst. Und so versucht man sich mit Tricks zu helfen. Tricks, die als Verordnungen und parlamentarische Entscheidungen daherkommen.
In der Bundesrepublik Deutschland geht es in vielem weit gefährlicher zu als in der DDR. Hier werden eklatante Rechtsbrüche als angebliche Gesetzesänderungen verpackt. Hinter dem Deckmantel einer Scheindemokratie kann sich ein Clan aus Wirtschaftskriminellen mit Handlangern, die in der großen Politik agieren, bereichern.
Wer solche Tatsachen öffentlich nennt, wird belauscht, abgehört und bespitzelt. Aus Angst. Und wer vom Verfassungsschutz bespitzelt wird, der soll vor dem Finanzamt künftig alle Rechte verlieren. So einfach will man es sich heute machen, um unliebsame Bewegungen auszuschalten. Es soll schon reichen, daß der Verfassungsschutz behauptet, einen Verein beobachtet zu haben. Bereits dann soll ein solcher Verein finanziell kaltgestellt werden können. Dies würde auch solche Vereine betreffen, die sich in Berlin, München und Frankfurt für den Erhalt der Lebensräume einsetzen, indem sie der Luftfahrtindustrie eine immer breitere Stirn bieten.
Allerdings begeht man in der Regierung auch hier einen kapitalen Denkfehler. Man ignoriert immer noch die Macht der Information, die sich im Internet längst etabliert hat: so, wie Honecker die Macht der friedlichen Abstimmung mit den Füßen ignoriert hatte. Seit die Informationen über die Grundrechtsverletzungen des Staates demokratisiert wurden, seitdem Information unabhängig vom Staat stattfindet, ist es nicht mehr möglich, hemmungslos gegen die Bevölkerung zu arbeiten.
1989 wurde noch mit den Füßen abgestimmt. Heute geht es mit den Fingerspitzen: auf Tastaturen beim Schreiben von E-Mails und bei der Berichterstattung über Twitter, auf Smartphones und mit den vielen Fingern, die sich dem Staat gegenüber immer öfter öffentlich an die Stirn tippen.
Gelebte Demokratie: Beispiel Baustopp am Frankfurter Flughafen
Der versuchte Ausbau des Frankfurter Flughafens ist ein Schandfleck für unsere Verfassung. Eine vertragliche Ehren-Zusage (kein weiterer Ausbau nach der Startbahn West) kann nicht durch eine Gesetzesänderung zunichte gemacht werden. Dies verbieten der Anstand gegenüber dem Bürger und das Grundmaß an Respekt gegenüber unserer freiheitlichen Verfassung.
Betrachtungen zum Persönlichkeitsrecht einer Person vs. Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit vieler Personen Johannes Faupel, Frankfurt am Main
Das allgemeine Persönlichkeitsrecht hat aus der Sicht des Bundesverfassungsgerichts „im Sinne des obersten Konstitutionsprinzips der „Würde des Menschen“ (Art. 1 Abs. 1 GG) die engere persönliche Lebenssphäre und die Erhaltung ihrer Grundbedingungen zu gewährleisten, die sich durch die traditionellen konkreten Freiheitsgarantien nicht abschließend erfassen lassen; diese Notwendigkeit besteht namentlich auch im Blick auf moderne Entwicklungen und die mit ihnen verbundenen neuen Gefährdungen für den Schutz der menschlichen Persönlichkeit.“
Hierzu ist im Zusammenhang mit den massiven Beeinträchtigungen durch permanent einwirkende Flugzeugemissionen festzustellen: Die engere persönliche Lebenssphäre des Menschen findet ihre Grundbedingungen, ihre Wurzeln und ihren Schutz im Zuhause des Menschen. Dies ist in Art. 13 des Grundgesetzes ausdrücklich in Form der Unverletzlichkeit der Wohnung geregelt. Dieses Grundrecht schützt den Bürger vor Eingriffen des Staates.
Zentrum dieses Grundrechtes ist der Individuumsschutz, das Recht des einzelnen, sich in seiner Privatsphäre frei entfalten zu können.
Wird das Zuhause durch massive Einwirkungen von außen, die sich faktisch wie höhere Gewalt auswirken, jedoch menschengemacht sind, so stark abgewertet, daß es sich (im Innen- wie im Außenbereich) nicht mehr als Ort des Rückzugs, der Entfaltung und der Erholung eignet, so ist das Persönlichkeitsrecht der darin lebenden Personen verletzt.
Das Bundesverfassungsgericht führt weiter aus, daß die Notwendigkeit des Schutzes des Persönlichkeitsrechts sich ausdrücklich auch auf die Gefährdungen durch moderne Entwicklungen zu beziehen habe. Flugzeuge sind moderne Entwicklungen, und die Auswirkungen der Flugzeugemissionen auf das Zuhause von Menschen, die täglich in geringer Höhe von Flugzeugen überflogen werden, sind so erheblich, daß immer mehr Mediziner, zuletzt der Marburger Bund, vor den gesundheitlichen Folgen für den Menschen warnen.
Durch den Betrieb der Frankfurter Nordwest-Landebahn wird – wie durch jeden massiven Überflug dichtbesiedelter Gebiete – vor allem das Grundrecht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit verletzt. Der Schutz des Persönlichkeitsrechts ist dem Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit insofern nachgeordnet, als zuerst ein gesundes Leben möglich sein muß, damit dieses überhaupt zur persönlichen Entfaltung kommen kann. Das bessere Recht muß Vorrang haben.
Wird einerseits das Persönlichkeitsrecht von Politikern, z.B. im Zusammenhang mit Versammlungen vor deren Privathäusern, über das Recht der Allgemeinheit auf Informationsfreiheit gestellt, so darf andererseits das Recht der Allgemeinheit auf Leben nicht unter das vermeintliche Recht einer Aktiengesellschaft gestellt werden, sich im Lebensraum hunderttausender Menschen zu deren Schaden weiter auszubreiten. Dies gebietet zudem der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
Der Betrieb der Nordwest-Landebahn ist einzustellen. Der Ausbau des Frankfurter Flughafens wird endgültig gestoppt.
Agenda hessischer Landtag: was liegengeblieben ist
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